Ein Jahr Stura – unser Rückblick auf die Wahlperiode 2014/15

Wie schnell die Zeit doch vergeht. Es kommt uns so vor als wäre es erst letzte Woche gewesen, dass wir nach längerer Zeit endlich im Oktober 2014 wieder mit zwei Vertreter*innen in den Studierendenrat der Martin-Luther-Universität eingezogen sind. In der Zwischenzeit sind 25 Sturasitzungen vergangen und heute wird bereits die nächste Wahlperiode mit der konstituierenden Sitzung eingeläutet. Da in einem Jahr Stura eine ganze Menge passiert ist, wollen wir an dieser Stelle einmal zurück schauen und ein Fazit ziehen.

Am 20. Oktober 2014 konstituierte sich der 25. Studierendenrat. Mit Carl für die Fachschaft Physik und Jenny für die Philosophische Fakultät I waren auch zwei Vertreter*innen der Grünen Hochschulgruppe Mitglieder des studentischen Gremiums. Beide wurden prompt in das Sprecherkollegium gewählt und bildeten gemeinsam das Team der sitzungsleitenden Sprecher*innen. 
Als Teil der studentischen Selbstverwaltung hatten und haben wir nun wieder die Möglichkeit, einige gute Projekte und grüne Ideen umzusetzten. 
Nach anfänglichen Missverständnissen wurde der Stura unter anderem durch uns GHGler*innen ebenfalls Unterstützer des “Projekt alternative Mensa”. Diese Initiative ist mittlerweile ein Erfolgsprojekt, das beispielsweise die Einführung eines täglichen veganen Gerichtes in der Harzmensa erreicht hat. Dies ist aus unserer Sicht der richtige Anfang zu einer nachhaltigeren und gerechteren Studierendenverpflegung.
Auf unsere Initiative hin ist es außerdem gelungen, eine Kooperation zwischen dem Stura und Foodsharing Halle  herbei zu führen. Für die Studierenden sowie allen Mitbürger*innen gut erreichbar steht nun ein Foodsharing-Schrank im Innenhof des Stura-Gebäudes. Diesen nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln begrüßen wir sehr und freuen uns, dass der Schrank so gut angenommen und regelmäßig zum Teilen von Essen genutzt wird. Der Schrank wird vom Foodsharing-Team regelmäßig überprüft und ggf. entleert, um einen Verfall vorzubeugen.
Seit kurzem gibt es außerdem aufgrund unserer Bestrebungen den Arbeitskreis Ökologie & Nachhaltigkeit im Stura, zu dessen Sprecherin Jenny gewählt wurde. Wir sind optimistisch, dass wir uns dort inhaltlich mit anderen Studierenden austauschen und gemeinsam Projekte umsetzen können.
Des Weiteren konnten wir an vielen kleinen Punkten grüne Ideen umsetzten. Beispielsweise wird im Stura nun hauptsächlich Recyclingpapier verwendet, und beim Druck verschiedener Flyer konnten wir durch kritisches Hinterfragen die oft viel zu hoch angesetzte Auflage reduzieren .Da für die Aktiven im Stura auch Kaffee bereitsteht, haben wir dafür gesorgt, dass dieser nun aus fairem Handel bezogen wird. Außerdem hat das Thema Datenschutz durch Verschwiegenheitserklärungen aller Amtsträger*innen mehr Gewicht bekommmen. Manchmal sind es auch die kleinen Dinge, die etwas ausmachen.
Es war aber noch viel mehr los im Stura.  Bereits seit Dezember wurde darauf hingearbeitet, dass die Hochschulwahl im Mai reibungslos ablaufen konnte. Die Rolle der studentischen Selbstverwaltung ist in diesen Belangen tragend und wir sind stolz, daran beteiligt gewesen zu sein. Auch an der Verbesserung der Hochschulwahlinfoveranstaltung waren wir aktiv beteiligt.
Inhaltlich hat der Stura sich beispielsweise mit der Rolle des Studienkollegs, dem Hochschulstrukturplan und der Möglichkeit eines Fahrrad-Sharing-Systems auseinander gesetzt. Auch die Themen sexuelle Belästigung und Hochschulpakt haben das Gremium beschäftigt. Auf der strukturellen Ebene gab es mehrere personelle Wechsel und Diskussionen. So wurde mehr als einmal kontrovers über eine quotierte Erstredner*innenliste diskutiert, die nach einer Testphase jedoch abgelehnt wurde. Dafür gibt es nun die Möglichkeit, eine namentliche Abstimmung zu beantragen und so mehr Transparenz für die Wähler*innen zu schaffen.
Dies war an dieser Stelle nur ein kleiner Einblick in unser letztes Jahr im Stura. Auch wenn der Arbeit im Stura Grenzen gesetzt sind und wir an vielen Punkten noch immer Handlungsbedarf sehen, sind wir zufrieden mit den Anfängen, die wir gemacht haben. Wir freuen uns sehr auf die nächste Legislatur, in der wir mit Jenny, (Phil Fak I), Carl (Fachbereich Physik) und Sam (Phil Fak I) sogar zu dritt Teil des Gremiums sind. Wir werden auch weiterhin den grünen Daumen in die Abläufe, Vorhaben und Veranstaltungen halten. Nachhaltigkeit schreiben wir weiterhin groß und möchten – hoffentlich mit vielen anderen von euch – den Arbeitskreis Ökologie & Nachhaltigkeit beleben. Hier kann sich jede*r der*ie möchte ohne Wahlamt und niedrigschwellig engagieren und seine eigenen Ideen für einen nachhaltigen Stura, eine nachhaltigere MLU und ein sensibleres Bewustsein innerhalb der Studierendenschaft sorgen. Wir halten euch auf dem Laufenden!

Kommentare sind deaktiviert.